Ergonomischer Arbeitsplatz: So bleiben Sie und Kollegen gesund & produktiv 

Der ergonomische Arbeitsplatz: Was verstehen wir darunter und wie trägt er zur Gesundheitsförderung bei?

In der heutigen Arbeitswelt ist ein ergonomischer Arbeitsplatz in der fortschreitenden Digitalisierung in rasender Geschwindigkeit voran. Die Menschen arbeiten immer mehr am Schreibtisch vor dem Computer. In Deutschland verbringt jeder Arbeitnehmer im Durchschnitt 8,6 Stunden am Tag an seinem Arbeitsplatz - und zwar meistens im Sitzen. 

Aber nicht nur da. Wir sitzen insgesamt viel zu viel. Die Bewegung, für die unser Körper eigentlich konstruiert ist, kommt dabei zu kurz. Leider. Denn die Tatsache, dass wir immer mehr zu Bewegungsmuffeln mutieren, fordert hohe Belastungen für unseren Körper. Die Folgen: ein hoher Krankenstand im Unternehmen, keine Effektivität und ein immenser Kostenaufwand. Kosten, die deutlich höher liegen als die Investition in gesunde Arbeitsplätze.

Ein gesunder, ergonomischer Arbeitsplatz richtet sich nach den Tätigkeiten und Bedürfnissen der Arbeitnehmer. Die gute Nachricht ist, dass bereits kleine Veränderungen bei der Arbeitsplatzgestaltung eine große Wirkung erzielen können.

Damit Ihre Beschäftigten gesund bleiben, sollten Sie auf eine optimale Ergonomie am Arbeitsplatz achten. Doch was genau ist Ergonomie und warum sollten Unternehmen in gesunde und ergonomische Arbeitsplätze investieren? Im folgenden Beitrag geben wir Ihnen hilfreiche Tipps, wie Sie die richtige Grundlage für effizientes und effektives Arbeiten – ohne Rückenschmerzen oder schlechte Laune - schaffen!

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Was ist ein ergonomischer Arbeitsplatz?

Der Begriff "Ergonomie" setzt sich aus den griechischen Begriffen "ergon" (Arbeit) und "nomos" (Lehre, Gesetz) zusammen. Im Zusammenhang mit der Arbeitsumgebung bedeutet das: die Lehre der menschlichen Arbeit und einer damit verbundenen optimalen Anpassung an seine Eigenschaften und Fähigkeiten.

Wir sprechen hier also von einem Raum oder einer Arbeitsumgebung, die darauf ausgerichtet ist, den Komfort und die Produktivität der Beschäftigten zu maximieren. Es versteht sich beinahe von selbst, dass ein gut gestalteter Arbeitsplatz die Motivation und die Konzentration steigern kann. Ganz zu schweigen von der Idee, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Um einen ergonomischen Arbeitsplatz zu erstellen, müssen Sie mehrere Faktoren berücksichtigen. Dazu gehören die Positionen des Schreibtisches, des Stuhls und des Computers sowie die Art der Beleuchtung und der Akustik im Raum.

Klar, dass mit dem Einsatz von ergonomischen Arbeitsplätzen viele Vorteile verbunden sind. Sie fördern nicht nur den Komfort der Mitarbeiter, sondern minimieren auch das Risiko von Verletzungen und Krankheiten. Darüber hinaus haben Studien gezeigt, dass ein gesunder Arbeitsplatz zu einer Steigerung der Produktivität führen können. Indem Unternehmen außerdem in Design- und technologische Innovation investieren, schaffen sie produktivere und gesündere Arbeitssysteme. Sie stellen also sicher, dass die Mitarbeitenden besser arbeiten können - was zu einem besseren Geschäftsergebnis für alle Beteiligten führt. Der Erfolgsgeschichte Ihres Unternehmens steht damit nichts mehr im Weg.

Wie kann man einen ergonomischen Arbeitsplatz erreichen?

Die optimale Größe eines Arbeitsplatzes variiert je nach Funktion und Art der Tätigkeit. Allgemein jedoch sollte der Arbeitsplatz so groß sein, dass die Angestellten bequem sitzen, stehen und arbeiten können. Die Ausrichtung des Arbeitsplatzes sollte dem natürlichen Blickwinkel entsprechen, und es sollte genug Platz für die notwendigen Geräte und Werkzeuge vorhanden sein.

Im Folgenden haben wir einige Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen helfen, einen ergonomischen Arbeitsplatz für Ihre Mitarbeitenden zu schaffen:

  • Passen Sie Computerarbeitsplätze an die Menschen an, die vor dem Bildschirm sitzen. So vermeiden Sie eine unangenehme Körperhaltung. Beim Einrichten von Computerarbeitsplätzen achten Sie darauf, dass der Bildschirm auf Augenhöhe platziert wird und der Stuhl so eingestellt ist, dass die Füße flach auf dem Boden stehen. Die Unterarme liegen parallel zum Boden auf der Tischplatte auf. Auch die Position des Maus- und Tastaturarms muss angepasst werden.
  • Die Tastatur liegt so weit vor dem Oberkörper, dass der Mitarbeiter:in die Arme bequem anwinkeln kann. Stellen Sie sicher, dass der Bildschirmarm nicht übermäßig gestreckt oder gekrümmt ist.
  • Investieren Sie in einen ergonomischen Bürostuhl. Ein guter Bürostuhl ist der Schlüssel zu einem bequemen Arbeitsplatz. Achten Sie auf verstellbare Armlehnen, Kopf- und Lendenstützen sowie Sitzhöhe und -neigung.
  • Achten Sie grundsätzlich auf ergonomische Möbel. Eine gute Investition in ergonomische Möbel bedeutet mehr als nur einen bequemen Stuhl. Alle anderen Elemente des Arbeitsbereichs sollen so gestaltet sind, dass sie den jeweiligen Bedürfnissen der Mitarbeitenden entsprechen. Dazu gehören auch Tische mit höhenverstellbaren Oberflächen und Schubladen sowie Ablageflächen für Papiere und Dateien.
  • Stellen Sie sicher, dass alle Utensilien leicht erreichbar sind. Wenn möglich, stellen Sie alles in Reichweite des Sitzes ab, um unnötiges Stehen oder Strecken zu vermeiden.
  • Der Arbeitsbereich Ihrer Mitarbeitenden darf gerne sauber und organisiert sein. Der Aufbau eines Ordnungssystems für Aktenordner oder andere Papiere hilft Unordnung zu vermeiden und die Produktivität zu erhöhen. Auch hier ist es nützlich, die Position der Ordner so zu wählen, dass sie leicht erreicht werden können.
  • Ergänzen Sie die Arbeitsbereiche mit ergonomischem Zubehör. Von Fußstützen über Handgelenkpolster bis hin zu Tastaturen und Mäusen mit speziell gestaltetem Griff für mehr Komfort gibt es hier viele Ideen. Denken Sie daran: Je besser der Komfort am Arbeitsplatz ist - desto produktiver sind Ihre Angestellten!
  • Die geeignete Beleuchtung ist für den Mitarbeitenden angenehm und vor allem: sie blendet nicht. Passende Lichtverhältnisse tragen übrigens wesentlich zur Ergonomie bei. Je nachdem, ob die Arbeitnehmer tagsüber oder nachts arbeiten - die Beleuchtung sollte nach Bedarf angepasst werden können und den individuellen Lichtbedürfnissen jedes Mitarbeiters entsprechen.
  • Schaffen Sie angenehme Möglichkeiten für Ihre Mitarbeitenden auch mal durchzuatmen. Stress verschlimmern Rückenschmerzen und andere Beschwerden bei Menschen mit ergonomischen Problemen. Um dies zu vermeiden, schaffen Sie Pausenzonen oder andere Unterbrechungsmöglichkeiten im Büro. So können Ihre Mitarbeitenden regelmäßige Pausen machen und ihren Körpern Zeit zum Entspannen geben.

Ein ergonomisch optimierter Arbeitsplatz ist auch in Hinblick auf die Haltungs-, Bewegungs- und Sitzpositionen wichtig. Die Haltung sollte stets aufrecht sein, mit leicht gespreizten Beinen und den Armen beweglich angelegt sein. Die Bewegungsmuster sollten fließend sein, sodass sich keine unnatürlichen oder verkrampften Positionen einstellen. Die Sitzposition sollte bequem sein, aber nicht zu weit nach vorne oder hinten ragen.

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Warum ist ein ergonomischer Arbeitsplatz so wichtig für das Gesundheitsmanagement?

Das kennen wir alle: Bei falscher Haltung oder unangenehmer Positionierung der Computerarbeitsplätze besteht beispielweise ein erhöhtes Risiko für Spannungskopfschmerzen, Nackenschmerzen und andere Muskelbeschwerden sowie Erkrankungen des Bewegungsapparates. Ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz hilft genau das zu vermeiden.

Die Investition in einen gesunden Arbeitsplatz senken zudem die Kosten für Krankheitstage. Wenn Mitarbeitende durch eine richtig gestaltete Arbeitsumgebung beschwerdefrei bleiben, bedeutet das weniger Krankheitstage und wiederum eine höhere Produktivität im Unternehmen.

Es ist erwiesen, dass Mitarbeiter, die sich nicht wohl fühlen, unter Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden leiden, häufiger Fehler machen. Ergonomische Arbeitsplätze tragen auch dazu bei, die Moral der Mitarbeiter zu verbessern, die Fehlerquote bei der Arbeit wird reduziert und der Wohlfühlfaktor im Betrieb geht deutlich nach oben.

Nehmen Sie als Grundlage für Beurteilung von Arbeitsplätzen die Arbeitsstättenregeln - ASR wie auch die DGUV Informationen 215-410 Büro- und Bildschirmarbeitsplätze und DGUV 215-441 Büroraumplanung.

Achten Sie bei der Planung auf ein gutes Zusammenspie der Komponenten und ihrer Wirkungszusammenhänge. Jeder Mensch ist anders und die Bedürfnisse sehr individuell.

Aus dem Grund ist es sinnvoll allgemeine Lösungen, wie z.B. die DIN 33 402 (Körpermaße) zu Rate zu ziehen, die für eine breite Masse funktionieren. Weiterhin bedarf es der individuellen Abstimmung auf den Menschen, an seinem Arbeitsplatz, in einem bestehenden Umfeld / Raum mit einer den Anforderungen entsprechenden Arbeitsorganisation.

Fazit

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist also nicht nur für die Produktivität von großem Nutzen - er bietet auch bessere Gesundheitsfaktoren für Ihr Team und schafft eine angenehmere Arbeitsumgebung! Daher sollten Unternehmen ihre bestehenden Arbeitsplätze überprüfen und gegebenenfalls umgestalten, um die Produktivität zu erhöhen und die Gesundheit der Angestellten zu fördern.

Beginnen Sie heute damit die Arbeitsumgebung in Ihrem Betrieb in eine ergonomisch optimierte Umgebung umzuwandeln! Investieren Sie in ergonomische Arbeitsplätze, damit Ihr Team produktiv sein und auch in stressigen Situationen den Kopf frei haben kann! Mit den obigen Tipps können Sie leicht einen ergonomischen Arbeitsplatz schaffen – Ihr Team und Ihr Unternehmen werden es Ihnen mit Sicherheit dankbar sein!

Sollten noch Fragen zum Ergonomischen Arbeitsplatz offen sein können Sie sich gerne jeder Zeit an uns wenden! 

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